Melezitosehonig – eine besondere Herausforderung

Melezitosehonig, verursacht durch Honigtau bestimmter Läuse der Rottanne und Lärche, stellt Imkerinnen und Imker regelmässig vor grosse Herausforderungen. Der Honig kristallisiert innerhalb kurzer Zeit direkt in den Waben und lässt sich dadurch kaum oder gar nicht mehr schleudern. Gleichzeitig eignet er sich nur bedingt als Winterfutter, da die Bienen viel Wasser benötigen, um ihn aufzulösen, und er ihre Verdauung zusätzlich belastet. Deshalb ist ein durchdachtes Vorgehen gefragt, um Schäden für Volk und Ernte möglichst gering zu halten.

Bewährte Vorgehensweisen bei Melezitosehonig

Eine bewährte Möglichkeit, besteht darin, die verdeckelten Waben zu entdeckeln, anzufeuchten und den Bienen zum Umtragen anzubieten. Auf diese Weise können die Bienen den Honig teilweise umarbeiten und den Melezitosegehalt reduzieren. Unser Brutreizmittel Salvolat kann dabei helfen. Dieses Verfahren benötigt zwar Zeit und Geduld, ermöglicht aber in vielen Fällen eine bessere Nutzung der betroffenen Waben. Gleichzeitig sollte stets auf Räuberei geachtet werden, insbesondere wenn Waben untergesetzt werden.

Wenn die Schleuder nicht mehr weiterhilft

Nicht immer führt dieser Weg jedoch zum gewünschten Erfolg. Je nach Ausmass der Kristallisation oder Betriebsweise sind alternative Methoden gefragt, um den verbliebenen Honig und das wertvolle Wachs möglichst effizient zu gewinnen. Dabei gilt es zu berücksichtigen, dass starke Wärmeeinwirkung die Honigqualität beeinträchtigen kann und sich der so gewonnene Honig unter Umständen nicht mehr als hochwertiger Qualitätshonig vermarkten lässt. Wer passende Geräte gezielt und mit der richtigen Temperatur einsetzt, kann den Arbeitsaufwand dennoch deutlich reduzieren und gleichzeitig wertvolle Rohstoffe sichern.

Die passenden Hilfsmittel für die Verarbeitung

Für solche Situationen lohnt sich der Blick auf speziell entwickelte Hilfsmittel für die Honig- und Wachsgewinnung. Sie erleichtern den Umgang mit problematischen Waben, steigern die Effizienz der Ernte und helfen dabei, möglichst viel Honig und Wachs zurückzugewinnen. Nachfolgend stellen wir zwei Produkte vor, die sich insbesondere bei der Verarbeitung von Melezitose- oder stark kristallisiertem Honig als praktische Unterstützung bewähren können.

Die passenden Hilfsmittel für die Verarbeitung

Entdecklungswachsschmelzer

Der Entdecklungswachsschmelzer wurde entwickelt, um Honig und Entdeckelungswachs effizient voneinander zu trennen. Dank einer thermostatisch geregelten Heizung und einer gleichmässigen Umluftverteilung schmilzt das Wachs kontrolliert, während der Honig unter einer schützenden Wachsschicht gesammelt wird. Mit einer Kapazität von rund 35 kg Wachsdeckeln pro Durchgang eignet sich das Gerät besonders für Imkereien, die regelmässig grössere Mengen verarbeiten möchten. Waben, gefüllt mit Melezitose-Honig, können mit oder ohne Rahmen in den Kessel gegeben werden. Durch das Schmelzen entsteht reiner Honig.

Neben der Rückgewinnung von Honig und Wachs überzeugt der Entdecklungswachsschmelzer durch seine vielseitigen Einsatzmöglichkeiten. Er eignet sich ebenso zum schonenden Auftauen von kandiertem Honig in Gläsern oder Eimern und lässt sich mit passendem Zubehör sogar zu einem Dampfwachsschmelzer erweitern. Die hochwertige Edelstahlkonstruktion, die gute Isolierung und die durchdachte Bauweise sorgen für eine langlebige und wirtschaftliche Lösung in der modernen Imkerei.

Honig, der stark erhitzt wurde, kann nicht mehr als Qualitätshonig verkauft werden. Als Bäckerhonig für die Verarbeitung ist er bestens geeignet.

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Abdecklungs-Lösewalze


Die Abdecklungs-Lösewalze kann das Öffnen von verdeckelten Honigwaben erleichtern. Entwickelt wurde die Lösewalze ursprünglich für Heidehonig. Durch das Aufbrechen der Zelldeckel wird der Honig für die weitere Verarbeitung vorbereitet, ohne dass grosse Mengen Wachs entfernt werden müssen. Das spart Zeit und reduziert den Arbeitsaufwand – insbesondere bei grossen Honigmengen oder fest kristallisiertem Honig.

 In Kombination mit einem Entdecklungswachsschmelzer entsteht ein effizienter Arbeitsablauf, der sowohl die Honiggewinnung als auch die Wachsverwertung vereinfacht.

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Salvolat

SALVOLAT® ist eine bewährte Umtragehilfe für Melezitose-Honig und unterstützt die Bienen dabei, stark kristallisierten Honig schneller umzutragen. Dazu wird das Brutreizmittel im Verhältnis von 1 Verschlusskappe auf 10 Liter Wasser gemischt. Anschliessend werden die betroffenen Honigwaben kurz in die Lösung eingetaucht, sodass beide Wabenseiten gleichmässig befeuchtet sind. Danach können die Waben wieder ins Volk zurückgehängt werden.

Damit die Bienen den Honig erfolgreich umtragen können, sollten gleichzeitig ausreichend leere Honigwaben im Volk vorhanden sein. 

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